Die berühmteste Einkaufsstraße Wiens

Die berühmteste Einkaufsstraße Wiens

Die berühmteste Einkaufsstraße Wiens

Die Mariahilferstraße ist die bekannteste Einkaufsstraße Wiens und verbindet den ersten Wiener Bezirk ab dem Museumsquartal mit Penzing. Die Einkaufsstraße bekam ihren Namen von dem sechsten Wiener Bezirk, Mariahilf, welcher oft auch nur “Mahu” genannt wird.

Der Ruf des Einkaufsbereichs bezieht sich vor Allem auf den inneren Teil, der sehr gut mit der Metrolinie U3 verbunden ist. Im Mittelalter war die Straße wo sich heute die Mariahilferstraße befindet von großer Bedeutung für die Stadt Wien, da sie Wien mit dem Westen verband. Aufgrund der Donau auf der einen Seite hat sich Wien zur anderen Seite hin erweitert und die Ortschaften in der näheren Umgebung wurde immer bedeutenden und wuchsen in ihrer Einwohnerzahl. Nach 1663 fuhr der Postwagen durch diese Straße was dazu führte, dass immer mehr Cafés in diesem Gebiet eröffneten. Der Reichtum des Gebietes entlang der Straße wurde während der zweiten Besetzung Wiens im Jahr 1683 vollkommen zerstört.

Im 18. Jahrhundert wurde das Gebiet um die heutige Schottenfeldgasse immer berühmter und bekam den Namen “Brilliantengrund”. Der Name bezog sich auf die reiche Nachbarschaft und auf die brilliante Architektur, die man in diesem Gebiet finden konnte. Der erste Schritt der Mariahilferstraße zum Einkaufszentrum fand während des 19. Jahrhunderts statt. Zu dieser Zeit wurden einige größere Geschäfte, meist von jüdischen Geschäftsleuten, eröffnet. Legendäre Einkaufsläden dieser Zeit waren Herzmansky, Gerngross und Stafa. Heute befinden sich hier große Einkaufszentren, Modeboutiquen und kreative Firmen für Grafikdesign, Informatik und Werbung.

An einer der Ecken der viel besuchten Mariahilferstraße befindet sich die Mariahilfekirche, die auch unter dem Namen “Kirche Maria Hilf” oder “Barnabitenkirche” bekannt ist. Nach ihr wurde schließlich die Straße und der ganze sechste Bezirk Wiens benannt. Das Land, auf dem sich die Kirche heute befindet wurde bis in die Renaissance für die Landwirtschaft, vor Allem für den Weinanbau, genutzt. Die Kirche war bis ins Mittelalter eine kleine Kirche. Während der Zweiten türkischen Besetzung Wiens wurde die unmittelbare Umgebung der Stadt jedoch vollkommen zerstört.

Als sie die Türken besiegten waren die Wiener Priester und der Wiener Adel froh, da sie zu dieser Zeit ein recht günstiges Stück Land außerhalb der Stadt gekauft hatten. Die barocke Kirche, die man heute zu sehen bekommt, wurde zwischen 1686 und 1689 für die Monarchen Barnabita erbaut. Die Barnabita waren wichtige Verbündete der Habsburger während der Kontra-Reformation. Heute befindet sich jedoch niemand mehr von ihnen in Österreich. In Italien findet man allerdings noch einige ihrer Klöster.

Die letzten Barnabita haben Wien in den 1920er Jahren verlassen. In dem Inneren der Kirche befand sich eine Kopie des berühmten Gemäldes der Jungfrau Maria aus der Basilisk in Passau, Bayern. Das Originalgemälde wurde von Lukas Cranch Elder im frühen 16. Jahrhundert angefertigt. Es zeigt Maria als “theotokos glykophilousa” im byzantinischen Stil. Der Großteil der Inneneinrichtung stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und ist in dem späten Barrock- und Rokokostil gestaltet. Vor der Kirche befindet sich ein Denkmal von Joseph Haydn. Haydn lebte und starb in dem Bezirk Mariahilf.

Wenn sie sich für einen Einkaufstrip entscheiden, dann werden Sie diese Straße von nun an vielleicht in einem anderen Licht betrachten, jetzt, wo Sie ihre Geschichte kennen. Genießen Sie Ihren Einkaufsbummel und teilen Sie ihre Erlebnisse mit uns!