Europas größte Bergkette – die Alpen

Europas größte Bergkette – die Alpen

Europas größte Bergkette – die Alpen

Bevor die Schönheit der Alpen von Wintersportfans entdeckt wurde, zog sie in den Sommermonaten Aristokraten mit dem Wunsch auf Entspannung und Gesundheit in einer ruhigen Umgebung an.

Die Alpen waren nicht immer so beliebt in den Wintermonaten. Es bestand keine ausgebaute Infrastruktur und kein Interesse daran in den hohen Lagen, wenn Eis und Schnee herrschen, seine Zeit zu verbringen. Lange bevor die Hänge und Plateaus von Wintersportlern besetzt wurden, dienten die die Alpen vor allem in den Sommermonaten als Ausflugsort für die Reichen, Adeligen und wohlhabenden Bürger auf der Suche nach Erholung und allen Annehmlichkeiten die ihnen von den ersten Wellnesseinrichtungen geboten wurden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Touristen zu der schneebedeckten Perle Europas.

Als Alpen wird die höchste Bergkette Europas bezeichnet. Sie erstreckt sich mit eine Länge von ca. 1200 km von Österreich und Slowenien im Osten, über Italien, die Schweiz, Lichtenstein und Deutschland bis in den Westen nach Frankreich. Die Berge wurde vor etlichen Millionen Jahren, als die tektonischen Platten Afrikas und Eurasiens aufeinander prallten, gebildet. Mit 4810 Meter ist der Mont Blanc der höchste Berg der Alpen und liegt an der Grenze zwischen Italien und Frankreich. Die Alpen sind außerdem das bevölkerungsreichste Gebirge in Europa. Auf einer Fläche von 200.000 km2 leben ca. 20 Millionen Menschen. Eine der wichtigsten Einkommensquellen ist der Tourismus, die Milchproduktion, die Forstwirtschaft, die Energieerzeugung und die Salzherstellung in den Salzbergwerken. Die Alpen waren aufgrund der verkürzten Transitrouten zwischen Mittel- und Südeuropa schon in der Antike ein wichtiger Handelsweg. Das Wort Alpen bedeutet Berge.

Der Mont Blanc

Der höchste Berg der Alpen ist der Mont Blanc (Mont Blanc oder Monte Bianco bedeutet “weißer Berg”) und er erhebt sich auf 4810 Meter über dem Meeresspiegel. Die erste Besteigung des Bergs wurde am 8. August 1786 aufgezeichnet. Die Bergsteiger waren Jacquet Balmae und Dr. Micheal Packard. Dieser Aufstieg markierte traditionell den Beginn des modernen Alpinismus. Marie Paradis war im Jahr 1808 die erste Frau, die den Gipfel des Mont Blanc erreichte.

Heute wird der Berg von ca. 20.000 Touristen jährlich erreicht. Man könnte sagen, dass der Aufstieg einfach aber auch anstrengend ist. Voraussetzung ist natürlich gutes Training und eine gute Akklimatisierung in der Höhe. Blickt man aus 1000 Metern Höhe, dem Ort an dem die Seilbahn hält, auf den Mont Blanc könnte man meinen man ist ganz nah an ihm dran. Der Weg auf den Gipfel ist führt allerdings für 4000 Meter über zwei weitere Berge. Erst dann wird über den letzten 1000 Meter die Spitze des Mont Blanc erreicht.
In der Alpenregion wurden 13.000 verschiedenen Pflanzenarten identifiziert. Sie werden durch ihren Aufenthaltsort und die Art des Bodens in Gruppen zusammengeschlossen. Pflanzen wie der Alpenenzian wachsen in Fülle an Orten wie z. B. den Wiesen oberhalb von Lauterbrunn. Auf einer Höhe zwischen 1500 und 2400 Meter wachsen 40 verschiedene Frühblüher.

In den höheren Lagen werden die Pflanzen in weitere Gruppen unterteilt. Auf einer Höhe von über 4000 Metern wurden einige vereinzelte Pflanzen erfasst. Eine davon ist die Blume Eritrichium nanum. Sie ist bekannt als „König der Alpen“. Sie wächst in den felsigen Riffen auf einer Höhe von 2600 bis 3750 Meter. Die bekannteste Alpenpflanze ist jedoch der Runolist. Die Pflanze wächst auf steinigen Oberflächen und kann sowohl in tieferen Lagen ( ca. 1400 m) als auch in höheren Lagen ( ca. 3400 m) gefunden werden.

Die Alpen sind die Heimat von 30.000 Tierarten, von der kleinsten Schneefliege bis hin zum Braunbären. Alle haben sich an die schwierigen, kalten Bedingungen angepasst.
Manche können nur in einem bestimmten Mikroklima oder direkt unter der Schneegrenze überleben. Das größte Säugetier, das in großer Höhe lebt, ist der Alpensteinbock. Er wurde auf einer Höhe von 3000 Metern gesichtet. Er lebt in Höhlen und steigt in die tieferen Lagen herab um auf den Wiesen Gras zu fressen. Chamois sind etwas kleiner und in der weiteren Umgebung der Alpen zu finden. Die östlichen Teile der Alpen sind die Heimat der Braunbären.

Die größte Bergkette Europas ist reich an schöner Natur, Flora und Fauna. Die Alpen sind perfekt für einen Urlaub. Jede Landschaft ist atemberaubend und macht jedes Erlebnis zu einem Märchen.