Franz Joseph Haydn

Franz Joseph Haydn

Franz Joseph Haydn

Der Komponist, der als Vater der Symphonie und des Streichquartetts bezeichnet wird, wurde am 31. März 1732 in der kleinen österreichischen Stadt Rohrau in der Nähe der der ungarischen Grenze geboren. Josephs Familie war arm. Seine Mutter war Köchin und sein Vater Kolar. Dennoch waren sie musikalisch genug, um zu bemerken, dass ihr Sohn musikalisch talentierter war als andere Kinder seines alters.

Mit sechs Jahren schickten ihn seine Eltern mit einem strengen Cousin nach Wien, der ihn unterrichtete. Zwei Jahre später wurde er Mitglied im Chor des Wiener Stephansdoms. Mit 17 Jahren er musste wegen Stimmbruchs den Chor verlassen. Mit viel Schwierigkeiten musste er dann seinen Lebensunterhalt verdienen. Er gab Musikunterricht und war ein bezahlter Serenade-Darsteller. Darüber hinaus arbeitete er als Begleiter und ein Diener von Nicola Porpora, einem berühmten Gesangslehrer, der ihn in die Welt des Komponierens führte.

Später betonte Haydn immer wieder, dass er Porpori all sein Wissen verdanke. Mit anderen Worten war der Komponist fast Autodidakt. Nach seinen Zwanzigern begann Haydn selbst zu komponieren. Er schrieb zuerst Klaviersonate und Gitarrenquartette um den Adel zu unterhalten. Im Alter von 28 Jahren wurde er gebeten ein kleines Orchester eines tschechischen Grafen zu leiten.

Für dieses Orchester schrieb er die erste Symphonie. Diese Kompositionen zogen die Aufmerksamkeit des Prinzen Antoine Esterhazy auf sich. Er verhalf ihm dazu Assistent des Kapellmeisters zu werden. Im nächsten Jahr starb der Prinz. Sein Bruder Nikolaus wurde zu seinem Nachfolger. Er war ein Anhänger von Kunst und anfällig für Luxus was ihm unter Anderem den Spitznamen “der Majestätische” verlieh. In Anlehnung an Versailles, baute er ein schönes Schloss in Ungarn und stellte Hyden als Leiter des Cello – Musik – Ensemble ein. Dort spielten die besten Musiker.

In den folgenden Jahren war Haydn sehr beschäftigt, er komponiert Orchester- und Kammermusik, Kirchenstücke und Theateropern. Er komponierte auch Musikstücke für verschiedene Veranstaltungen, vor Allem aber für die unzähligen Gäste des Kaisers. Mozart, Haydns jüngerer Kollege, wies später darauf hin, dass er von Franz Joseph lernte Quartette zu schreiben.

Am Hofe Esterhazy, und wo immer Hyden erschien, wurde er von Fans und Groupies belagert. Seine Frau war jedoch nicht eifersüchtig. Es stellte sich jedoch heraus, dass seine erste wahre Liebe eine verheiratete Frau war mit der er Liebesbriefe austauschte. Es war eine tiefe platonische Liebe. Die Frau hieß Maria von Genzinger und war die Frau des königlichen Arztes. Als sie starb war der Komponist verzweifelt und er widmete ihr eine Variation fürs Klavier in F Moll.

Nach dem Tod seines Herrn konnte Haydn endlich etwas freier schreiben. Zweimal besuchte er England und schrieb während seines Aufenthalts sechs Sinfonien für die Londoner Aufführungen. Unter ihnen befinden sich einige seiner bekanntesten. Als er die Arbeit von Georg Friedrich Händel entdeckte war er bereits über seine Landesgrenzen hinweg bekannt.

Die Musik des Barockkomponisten inspirierte ihn das Oratorium “Die Schöpfung und die Jahreszeiten” zu schreiben. In der Zwischenzeit komponierte er sechs großen Messen für den neuen Fürsten Esterhazy. Das Streichquartett Nr. 3 aus dem Opus 76 enthält Variationen der Kaiserhymne und diese Komposition wurde zur Hymne Österreichs. Alt und krank spielte er das Stück stundenlang in seinem Haus, während Wien besetzt wurde, wohlwissend, dass die Französisch Wachen vor seine Tür stehen.

Er starb am 31. Mai 1809. Er flüsterte seine letzten Worte: “Muntert auf liebe Kinder, mir geht es gut”. In Hommage an den verstorbenen Musiker wurde Mozarts Requiem in der schottischen Kirche in Wien aufgeführt. Unter den Trauernden befanden sich viele französisch Offiziere. Die Totenwache um den Sarg wurde von französischen Soldaten und prominenten österreichischen Staatsbürgern gehalten. Er wurde im Garten der Kirche, der sich nicht allzu weit von seinem Haus entfernt befand, begraben.