Für romantische Seelen – das Schmetterlinghaus

Für romantische Seelen – das Schmetterlinghaus

Falls Sie einmal in der Nähe des Schmetterlinghauses in Wien sind, verpassen Sie auf keinen Fall die Möglichkeit, es zu besuchen. Wie auf jeder Ausstellung sollten Sie sich daran halten, keine Exponate anzufassen, aber, was für ein Wunder – Exponate werden Sie anfassen! Schmetterlinge sind gutmütig, an Menschen gewöhnt, fliegen Ihnen ganz nah ran, sodass Sie schöne Fotos machen können. Es ist wirklich super, Schmetterlinge ungewöhnlicher Arten aus der Nähe sehen zu können.

Genau im Herzen Wiens, nicht weit von der Oper, finden Sie diese einzigartige tropische Oase, die Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt und die für einen entspannenden Spaziergang mit einer lieben Person ideal ist… Das Schmetterlinghaus ist eines der schönsten gläsernen Gebäude auf der Welt. Wenn Sie es betreten, sind Sie in einer fantastischen Welt der Aufregungen und Abenteuer, in welcher die zartesten Geschöpfe auf der Welt leben.

Einzigartiges fliegendes Theater

Dieser Ort ist das Heim der 400 Schmetterlinge, die frei durch das Schmetterlinghaus fliegen. Im Laufe des ganzen Jahres können Sie sie bewundern und ihr Spiel genießen. Lebhafte Farben, die Anmut mit welcher diese Geschöpfe durch die Luft segeln, neben der exotischen Vegetation und dem Wasserfall, in der Umgebung, die speziell für sie kreiert werden, um so viel wie möglich mit dem natürlichen Lebensraum von Schmetterlingen ähnlich zu sein.

Historisches Juwel der Architektur

Das kaiserliche Schmetterlinghaus ist wie ein gedeckter Park, der am Ende des vorigen Jahrhunderts gebaut wurde. Es liegt in der Mitte Wiens und ist ein Teil des kaiserlichen Hofburg, in der Nähe des Albertina Kunst Museums und 200 Meter von der Oper entfernt. Durch die Jahrhunderte war die Hofburg nicht nur Zeuge von wesentlichen historischen Veränderungen und politischen Ereignissen in Österreich, sondern auch in dem ganzen Europaraum. Im Laufe des 18. Jahrhunderts machte „Reformationskaiser“ Josef II. das Programm der Modernisierung in diesem Teil der Stadt. Die erste grüne Oase wurde hier in den 1820er gebaut, und der Architekt war Ludwig Remy.
Das Palmenhaus im Burggarten entstand 1906 nach der Idee von dem Architekten Friedrich Oman. Der Kaiser benutzte diesen Park meistens für Spaziergänge und Rekreation, und er genoss es, im Garten mit Blumen und Pflanzen zu arbeiten. 1988 musste das Palmenhaus wegen der Renovierungsarbeiten geschlossen werden und weil es als unsicher galt. 1998 wurde es wieder in all seiner Herrlichkeit für Besucher eröffnet.
Im Jahr 1989 wendete sich Stephen Fried der Idee des Peter Fischer Colbrie zu, der voriger Direktor der Österreichische Gartenbau-Gesellschaft war, das Schmetterlinghaus ins Sonnenuhrenhaus zu stellen, welches eines der grünen Häuser im Schönbrunns kaiserlichen Gärten ist. Stephen Fried hat schon früher viel an anderen Schmetterlinghäuser in Europa gearbeitet, aber er war besonders interessiert, ein solches Haus in Wien zu machen. Das Projekt bekam Zustimmung. Das Schmetterlinghaus wurde 1990 eröffnet. Zuerst war es im Sonnenuhrhaus im Schönbrunnkomplex. Schnell weckte es große Interessen der Besucher, aber es musste 1997 vorübergehend wegen der Renovierungsarbeiten des Gebäudes geschlossen werden. Deswegen ist die Entscheidung getroffen worden, das Haus 1998 ins Zentrum der Stadt zu übersiedeln – und zwar in die Hofburg, bzw. in die “Hübsche der Sezession”, ins Palmenhaus.
Das Interieur ist eine wahre tropische Oase, wo Temperaturen und Vegetation für die Schmetterlinge geeignet sind. Das Haus wird wie ein gedeckter Park vorgestellt, durch den man spazieren geht und die Umgebung zahlreicher bunter Schmetterlinge genießt. Innerhalb von dem „Museum“ gibt es auch einen kleinen Projektionsraum, in welchem man kurze Filme über diese wunderbaren Geschöpfe sehen kann.
In den Schmetterlinghäusern befinden sich oft unterschiedliche Schmetterlingsarten aus verschiedenen Klimazonen, so kann man auf einem Ort Schmetterlinge aus Südamerika, den Philippinen, Malaysia, Afrika, Thailand, Kostarika usw. sehen. Viele Schmetterlingsarten leben sehr kurz, manche nur einen Tag lang, manche bis zu zwei Wochen. Zu dieser Zeit versuchen sie, neue Generation zu schaffen. Es gibt aber mehrere Arten, die länger leben. Hier gehört auch der bekannte kaiserliche Schmetterling (Monarchfalter), der in der Natur sogar länger als 6 Monate leben kann. Im Schmetterlinghaus haben die Besucher die Gelegenheit, den sensationellen Moment der Geburt zu sehen. Falls sie den aber verpassen, können sie weiter mit dem Vergnügen in der ganzen Umgebung zufrieden sein. Die warme Luft ist mit stillem Flügelschlag dieser lebhaften Geschöpfe erfüllt, Blumen und Obst haben einen süßlichen Duft, der die Schmetterlinge anzieht, was eine Sensation an sich ist. Und es gibt übrigens die Möglichkeit, etwas Neues zu lernen.
Die Schmetterlinghäuser sind für die Zucht dieser wunderschönen Insekten bestimmt und deren Charakter ist bildungsorientiert. Diese Gewächshäuser befinden sich meistens im Rahmen eines Museums oder einer Universität. Hier gibt es auch einen Leiter, der Sie mit den Grundangaben über die vertretenen Arten vertraut machen wird, und zwar woher sie stammen, wie lange ihr Lebensdauer ist usw. Wie wir schon erwähnt haben, haben die Besucher die Gelegenheit, die Schmetterlinge in allen Phasen der Metamorphose zu sehen: von den Ei-Phasen, über die Phasen der Raupe und Puppe bis zur erwachsenen Einheit.

Schmet9-Schmetterlinghaus