Gustav Mahler

Gustav Mahler

Gustav Mahler

Gustav Mahler war ein österreichischer Komponist. Unter den neun Sinfonien, die Mahler komponierte sticht die achte Sinfonie mit dem Namen “Sinfonie der Tausend” hervor. Diese Sinfonie war für Tausend Interpreten, sowohl Sänger als auch Instrumentalisten, vorgesehen und bekam daher ihren Namen. Er komponierte außerdem viele Sololieder.

Mahler wurde in der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie als zweites von zwölf Kindern einer jüdischen Familie in Kalischt geboren. Seine Eltern waren Bernard und Marie Hermann Mahler. Die meisten seiner Brüder und Schwestern sind bereits sehr früh gestorben. Kurz nach Mahlers Geburt zog die Familie in die Garnisonsstadt Iglau (heute liegt die Stadt in der Tschechischen Republik und heisst Jihlava). Schon als Kind interessierte er sich für die Musik. Nach dem Umzug nach Iglau kam er mit militär-Marschmusik in Kontakt und mit bereits vier Jahren spielte er diese Musik auf seiner Mundharmonika.

Diese Zeit hat tiefe Spuren in seinen späteren Werken hinterlassen, vor allem in der symphonischen Musik. Ein Großteil der ersten Blöcke in seinen Sinfonien beinhalten Motive die an den Marsch erinnern. Seine Ausbildung begann er in Iglau und setzte sie in Prag fort. Bis zum Jahr 1878 beendete er gleichzeitig das Gymnasium und das Konservatorium in Wien. Nach dem Abitur studierte er Philosophie und Geschichte, und bei Bruckner Harmonie und Kontrapunkt.

Viele Dinge beeinflussten ihn und er begann bereits in seiner Studentenzeit damit zu komponieren. Seine frühen Kompositionen die bis zum Jahr 1878 entstanden sind zerstört. Das erste Stück das er schrieb wurde also zum Lied des Elends. Er liebte es zu lesen. Vor allem liebte er Dostojewski und die Philosophen Kant und Schopenhauer. Seine Vorbilder in der Musik waren Wagner, Bruckner und Mozart.

Nach dem Studium begann er im Sommertheater in Halle zu dirigieren. Er dirigierte hier zwischen 1880 und 1881. Nach seinem Erfolg auf dem Leipziger Sommerfest wurde er zusammen mit dem Dirigenten Arthur Nikisch dazu engagiert während der nächsten zwei Saisons das etablierte Konzertrepertoire in Leipzig zu dirigieren.

Im Jahr 1888 wurde er zum Direktor der königlichen Oper in Budapest und behielt diese Position bis ins Jahr 1891. Hier führte er seine erste Sinfonie mit dem Namen “Titan” auf. Auf Grund der hohen Herausforderungen bestand die Gefahr seine Stelle zu verlieren. Später bekam er ein Angebot in Hamburg. Er sah die Möglichkeit dort seine kreativen Ideen zu verwirklichen und sich mehr der Musik und dem Komponieren zu widmen. Deshalb nahm er die Stelle an. Er arbeitet sechs Jahre als erster Dirigent der Hamburger Oper und des Hamburger Orchesters.

Im Jahr 1895 verließ er das Judentum und konvertierte zum Katholizismus. Zwei Jahre später wurde er zum Dirigent der Hofoper in Wien und schließlich auch zu ihrem Direktor. Diese zehn Jahre waren seine erfolgreichsten Jahre. Im Jahr 1902 heiratete er Alma Maria Schindler mit der er zwei Töchter bekam: Maria Anna und Anna Justin. Seine Töchter wurden später zu gefeierten Bildhauerinnen. Während dem Jahr 1910 verließ ihn das Glück, aber er arbeitete immer noch weiter.

Im September des gleichen Jahres führte er die Premiere seiner achten Sinfonie, der Sinfonie der Tausend, in München auf. Als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte musste er zur Behandlung nach Paris. Die Ärzte verlegten ihn wegen der Verschlechterung seines Zustandes nach Wien wo er schließlich am 18. Mai 1911 an einer Lungenentzündung starb.