Schloss Esterházy

Schloss Esterházy

Schloss Esterházy

Bisher haben wir viel über die prächtigen Schlösser, die Österreich bereichern, geschrieben.

Jedes von ihnen hat eine Geschichte und jedes von ihnen repräsentiert jeweils die Zeit in der es gebaut wurde und die Familie die in ihm lebte und jedes dieser Schlösser ist einen Besuch wert. Die Wände dieser prächtigen Bauten bewahren uns davor die Vergangenheit zu vergessen…

Die Eisenstadt wurde im Jahre 1264 das erste Mal als Siedlung dokumentiert und ist heute als Sitz der berühmten Adelsfamilie Esterházy bekannt. Die größte Sehenswürdigkeit ist sicherlich das Schloss Esterházy aus dem 14. Jahrhundert, das zwischen 1663 und 1672 restauriert wurde.

Den tiefsten Spuren in der Geschichte von Eisenstadt haben sicherlich König Esterházy und Komponist Joseph Hayden hinterlassen. Als der König Eisenstadt als seinen Wohnsitz auswählte, wusste er nicht, dass seine Residenz später mit jeder Erwähnung der Stadt verbunden sein würde. Mehr als 40 Jahre verbrachte Haydn als Hofmusiker der Familie Esterházy auf dem Schloss, das starken Einfluss auf seine Arbeit nahm.

Das Schloss verbindet den barocken Glanz, die Strenge der Klassik und den Einfluss der österreichischen Biedermeier. Das machte das Schloss zu einer unerschöpflichen Quelle der Inspiration für die außergewöhnliche Arbeit die der Komponist hinterließ. Der Saal in dem Haydn komponierte beherbergt heute noch Konzerte und wird als einer der besten Konzertsäle der Welt betrachtet. Während Haydns Zeit am Hof Esterházy wurden eine Vielzahl seiner Werke dort aufgeführt. Daher wurde der Saal später auch nach dem berühmten Komponisten benannt. Es muss hinzugefügt werden, dass der Saal, mit den kunstvoll verzierten Fresken, eine wahre Perle des Schlosses darstellt. Eine der attraktivsten Orte im Schloss für die Besucher ist sicherlich der „Große chinesische Salon“, der Ihnen einen Einblick in den Geist der Zeit gibt, zu der die Familie Estehazy im Schloss gelebt hat.

Die Geschichte des Schlosses begann im 13. Jahrhundert, als es tatsächlich ein eher bescheidenes Schloss war. Im Jahre 1364 wurde das Schloss von der Familie Kanizsai übernommen. Die Familie bekam die Genehmigung für die Befestigung des Schlosses und erhob sieben Jahre später die Stadtmauern. Zu dieser Zeit war die Familie Esterházy noch nicht im Besitztum des Schlosses. Im Jahr 1652 wird Paul I Esterházy Besitzer des Schlosses und damit beginnen große Veränderungen an dem mittelalterlichen Schloss. Die Familie Esterházy war zu dieser Zeit eine der mächtigsten Adelsfamilie des damaligen Europas. Paul I Esterhasy wollte das Schloss dieser erhobenen Position anpassen, was dem Schloss seine barocken Konturen verschaffte. Gegenüber vom Schloss wurden die damaligen Stallungen gebaut, die mit zwei gelben, symmetrisch angelegten Flügeln und den hervorstechenden toskanischen Säulen eine durchaus harmonische Einheit bilden. Mit den Arbeiten die im 19. Jahrhundert am Schloss verrichtet wurden bekam das Schloss auch einige neoklassizistische Elemente. Nikolaus II Esterházy wollte das Schloss teilweise neu anordnen und einige neue Gebäude hinzufügen. Dazu hat er den damals berühmtesten Architekten Charles Moreau beauftragt. Die Arbeiten dauerten von 1802 bis 1809. Dann wurden sie von der französischen Belagerung von Eisenstadt während des Napoleonischen Krieges unterbrochen. Dies waren außerdem die letzten signifikanten Änderungen am Schloss. Später gab es keine bedeutenden architektonischen Bestrebungen mehr.

Insofern Sie sich auf den Weg zu dem Schloss machen, besuchen Sie doch auch den Kalvarienberg, den St. Martin Dom aus dem 13. Jahrhundert und die Gloriette, einem ehemaligen französischen Garten, der um 1800 in einen englischen Garten umgewandelt wurde.
Ihren Spaziergang verlängern Sie durch die Altstadt, die zum Großteil aus geschützten Kulturdenkmälern besteht. Hier erwartet Sie eine Fußgängerzone zum Einkaufen und Restaurants, wo Sie sich für die Fortsetzung ihrer Tour stärken können. In den Vierteln der Stadt St. Georgen und Kleinhöflein können Sie schließlich den Tag in einem der abgelegenen Gärten ausklingen lassen…