Skilegende Toni Sailer

Toni Sailer

Skilegende Toni Sailer

Die österreichische Skilegende Toni Sailer starb mit 73 Jahren in Innsbruck. Er war der erste  Skisportler, der bei den Olympischen Spielen in Italien 1956 die Goldmedaille in allen drei Alpenskidisziplinen ( Abfahrt, Slalom und Riesenslalom) errang Der österreichische Präsident Heinz Fischer erteilte Sailer die Auszeichnung für hervorragende sportliche Leistungen. Er gilt als einer der besten Skisportler den die Welt bisher gesehen hat.

Anton Toni Engelbert Sailer wurde am 17. November 1935 in Kitzbühel in Österreich geboren. Er war der Sohn des Besitzers eines Glaswarengeschäftes. Er war Händler und lizenzierter.
Glaser und Wasserinstallateur. Er arbeitet Vollzeit in dem Geschäft seines Vaters. In den Wintermonaten tauschte er jedoch den Glaswarenladen für die Skipiste ein und trainierte vier Stunden täglich. In seiner gesamten Karriere gewann Sailer ungefähr 170 Rennen.

Wegen seiner außergewöhnlichen Koordination, seinen katzenähnlichen Bewegungen und seiner Schnelligkeit wurde er auch als „Schwarzer Blitz von Kitz“ bezeichnet. Seine größten Erfolge erreichte er bei den olympischen Spielen 1956 in Kortini, Italien und bei den Weltmeisterschaften in Bad Gastain in Österreich im Jahr 1958. Er wurde schließlich zum bekanntesten Skisportler in Österreich.

Der bekannte Skihistoriker Rudolf Müller erwähnte, dass Sailer dabei half den Skisport aufzubauen, zu formen und zu festigen. Bei den Olympischen Spielen in Kortini 1956 zeigte er der Welt das ein Sportler aus dem bescheidenen Österreich dazu in der Lage ist in allen alpinen Disziplinen zu gewinnen. Kurz darauf gewann er sowohl in der Abfahrt und im Slalom vor heimischem Publikum.

Zwei Jahre später, 1958, gewann er bei den Weltmeisterschaften in Bad Gastein die Goldmedaille im Riesenslalom, in der Abfahrt und der Kombination und die Silbermedaille im Slalom. Dieser beeindruckender Erfolg und seine besonders erfolgreiche Saison im Jahr 1957 brachte ihm drei Jahre in Folge die Auszeichnung zum Sportler des Jahres.

Obwohl Toni einer der jüngsten im österreichischen Wunderteam bei der Olympiade 1956, an der viele andere bedeutende Sportler teilnahmen, war, stach er deutlich hervor. Sein Markenzeichen war seine weiße Mütze.

Mit 23 Jahren zog er sich aus dem aktiven Skisport zurück und war Teil von 25 Filmen und nahm als Sänger ca. 18 Stücke auf. Im Jahr 1959 eröffnete er ein Bed & Breakfast in Kitzbühel. Zwischen 1972 und 1976 war er als Trainer bei der österreichischen Skiläufervereinigung aktiv und leitete später eine Skischule für Kinder. Außerdem startete er seine eigene Marke für
Sportmode.

Mitte der 1960er Jahre nahm er aktiv am Marketing für den Verkauf in ganz Nordamerika teil. Zwischen 1967 udn 1982 verbrachte er jeden Sommer einige Zeit in British Columbia. 1976 heiratete er ohne Medienpräsenz Gabi Rummeni (ehemalige deutsche Golfmeisterin) in Vancouver.

Im Jahr 2006 kündigte er seine Rente an. 1999 wurde er als Österreichischer Sportler des Jahrhunderts ausgezeichnet.

Für solche Erfolge, wie sie Sailer erzielte, braucht es Opfer und Ausdauer, für eine gute Zeit aus Skien braucht man allerdings nur etwas freie Zeit und ein gutes Gemüt. Deshalb herrscht in den Alpen immer gute Laune und alleine die Landschaft ist bezaubernd.