Stephansdom – Symbol des Wiens

Stephansdom – Symbol des Wiens

Stephansdom liegt schon seit dem 12. Jahrhundert in der Mitte der Stadt, wo auch der Sitz des Erzbischofs von Wien ist. Er wurde im Gotikstil gebaut, beeindruckend wegen seines Dachs, das aus 200 000 Dachziegeln gemacht wurde, und auf welchem sich historische österreichische Wappen befinden.

Der südliche Turm aus dem 15. Jahrhundert, populär genannt Steffl, ist mehr als 136 Meter hoch und lang war er das höchste Gebäude in Europa. Auf den oben genannten Turm kann man die 343 Treppen hochsteigen, von wo Sie Wien wie auf der Hand betrachten können.
Im Dom gibt es 23 Glocken, von denen die Glocke der St. Maria mit 20 Tonen am schwersten ist, aber gleichzeitig die schwerste Glocke in Österreich und die zweitschwerste Glocke in Europa, nach der Glocke in Köln.

Interessant ist aber auch, dass im Wiener Stephansdom die Hochzeitszeremonie des „Salzburger“ W.A. Mozart stattgefunden wurde, sowie seine Beerdigung.
Spannend ist auch die Tatsache, dass es im Mittelalter einen Friedhof gab, wo jetzt der Dom liegt. Der Baubeginn datiert aus dem Jahr 1137, als der Vertrag über den Grundaustausch aus der wienerischen Umgebung zwischen dem Graf Leopold IV und dem Bischof von Passau geschlossen wurde. Dieser Austausch ermöglichte dem Bischof, die Kirche außerhalb der ehemaligen Stadt zu bauen, die dem St.Stephan gewidmet wird, der der Schützer der Stadt Passau war. Stephansdom wurde im Jahr 1147 fertig gebaut, und angesichts des Luxus und der Schönheit, gab es auch damals Tendenzen, dass er der Sitz des Bistums wird.
Zwischen 1230 i 1245 wurde dem Dom ein spätromanisches Gebäude zugegeben, wessen westlicher Teil bis heute aufbewahrt wird. Es besteht aus zwei Türmen, die „heidnisch“ genannt wurden (Heidentürme), vermutlich deswegen, da sie aus steinerten Resten der altrömischen Ruinen gebaut wurden und auch wegen der Tür zwischen denen, über der der Mammutknochen damals gehängt wurde. Dort befand sich die „Herzogliche Gallerie“, die ähnlich dem Kaiserstuhl vom Karlo der Großen in Aachen und der Westlichen Gallerie des kaiserlichen Doms war.
Im Jahr 1258 ereignete sich ein Feuer und die Renovierungsarbeiten und Wiedereröffnung waren erst 15 Jahre später möglich.
Zwischen 1304 und 1340 wurde ein Chor im gotischen Stil gegründet, der später Albertiner Chor bei den Herzogen Albrecht I und Albrecht II genannt wurde.
Herzogtum von Rudolf IV war von großer Bedeutung für die Kirche, und zwar aus zwei Gründen: Vor allem weil während seines Herzogtums der Grundstein für Langhaus gelegt wurde, genauer gesagt 1359, und danach (von Passau) unabhängiges Domkapitel gegründet wurde, da der Rudolf selbst vermieden hat, vom Dom einen Bistumsitz zu machen. Das Domkapitel hatte Allerheiligenpatrozinium, das bis zum heutigen Tag an der zweiten Stelle nach der Bedeutung des Domspatriziums steht.
Im Jahr 1433 ist der Bau des Südlichen Turms abgeschlossen. Das gotische Langhaus wuchs wie eine Eischalle rund um ursprüngliches romanisches Gebäude herum, das erst 1430 abgerissen wurde. Diese „Eischalle“ wurde 1474 abgeschlossen. Nachdem Wien 1469 Bistum geworden war, bekam die Kirche verdientermaßen auch den Status des Doms.
Friedrich III hat 1450 der Grundstein für den Westlichen Turm gelegt, und sein Bau ist mit einer interessanten Legende verbunden. Es wird behauptet, dass eines Jahres als Verbindungsmittel der Wein benutzt wurde. Zu groß und luxuriös verursachte er keine Seufzen und das Ende der Epoche der gotischen Kathedralen ging auch nicht zugunsten seiner Großartigkeit. Obwohl der Bau schon im Jahr 1511 abgeschlossen wurde, wurde der Turm 1578 mit einem Zusatz und zwar mit der Renaissance-Deckung geschmückt.
Von 1511 bis 1515 übernahm Bildhauer und Baumeister Anton Pilgram die Führung der Bauarbeiten und baute bekannte Kanzel, auf welcher auch sein Selbstporträt zu finden ist.
Interieur des Doms wurde 1647 „barockisiert“, und aus dieser Zeit datiert auch hoher Altar von Tobias Pock. Einige Jahrzehnte später, während des Versuchs der Durchdringung von Osmanen, wurde die Kirche durch Kanonenkugel beschädigt, von denen später die große Glocke gegossen wurde.
Die Spitze des Westlichen Turms wurde 1862 abgerissen, und danach wurde an dieser Stelle eiserne Konstruktion gestellt, und Phasen und Legung dieses Baus kann man auf den Aquarellen von Rudolf von Alt sehen. Der Dom wurde im April 1945 von amerikanischen Lufstreitkräften bombardiert, wobei das Dach unwesentlich beschädigt wurde. An dem Tag, als die Sowjetarmee in Wien einmarschierte (am 12. April 1945), wurde der Brand von den Gebäuden in der Umgebung auch über Stephansdom verbreitet, was große Beschädigungen verursacht hatte. Während der Kriegsjahre wurde der Dom mehrmals renoviert.

Osterkonzert im Stephansdom

Es gibt keinen Verdacht, dass die geistliche Musik am besten klingt, wenn sie in der Kirche aufgeführt wird. Bach Consort Wien, der Ruben Dubrovski führt, ist ein der wichtigsten Barockensembles in Österreich. Sie schenken viel Aufmerksamkeit dem Namen und dem Werk von Johann Sebastian Bach, gleichzeitig setzen sie sich für Wiederentdeckung der anderen wichtigen Barockwerke ein, wie z. B. Werke von Francesco Bartolomeo Conti. Für ein authentisches Erlebnis des Klanges wurden am Osterkonzert im Stephansdom historische Instrumente benutzt. In der Rolle der Gesangssolisten konnte man Soprane, Bässe, Tenöre und Contratenöre hören.

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