Warum ist Kaffee ein wichtiger Teil der Wiener Kultur?

Kaffee

Warum ist Kaffee ein wichtiger Teil der Wiener Kultur?

In Wien wird Kaffee nicht nur am Morgen und am Nachmittag geschlürft, er wird nicht aus Kartonbechern oder auf dem Weg zur Arbeit getrunken. In Wien, der Stadt die mehrmals zur Stadt mit dem höchsten Lebensstandard ausgezeichnet wurde, ist Kaffee eine Lebensweise und nimmt einen besonderen Platz in der lokalen Kultur ein.

Die UNESCO beschloss die Wiener Kaffeehauskultur in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen. In Ihrem Kommentar heißt es, dass “ die Kaffeehäuser ein Ort sind, in dem Zeit und Raum konsumiert werden, aber nur der Kaffee auf der Rechnung steht”.

Während der Zeit als die Türken versuchten Wien einzunehmen wurde Kaffee Teil der Wiener Identität. Im Jahr 1683 schafften es die Österreicher die Besatzer zu vertreiben. Die Türken hinterließen Säcke mit Kaffeebohnen. Der Kaffee wurde schließlich immer beliebter und das wiederum führte dazu, dass immer mehr Cafés in der ganzen Stadt eröffneten. Viele der heutigen Cafés sind über 300 Jahre alt und blieben weitgehend unverändert. Um die historische Bedeutung ihres Cafés zu betonen, besuchte Kaiser Franz Joseph das Café Korb bei seiner Eröffnung im Jahr 1904. Charme und Tradition sind es was die Wiener Cafés zu etwas Besonderem machen.

Die Wiener Cafés wurden, anders als in anderen Orten, explizit auf ihre Langlebigkeit ausgelegt. Sie luden die Menschen ein, sich zu unterhalten, zu lesen, zu schreiben oder miteinander zu diskutieren. Aber ohne eine Tasse Kaffee wurde kein Gespräch angefangen. Den Großteil des Tages verbrachten sie im Café.

Die Cafés in Wien öffnen früh morgens ihre Türen und bieten ihren Gästen zunächst ein Frühstücksmenü. Darauf folgt ein gutes Mittagessen und viele Gäste bleiben schließlich noch bis zum Abendessen.

In den Cafés wurden viele Freundschaften geschlossen. Man traf hier Bekannte, sprach über internationale Nachrichten und genoss die Zeit ohne Smartphones und Internet. Die Cafés waren wie exklusive Klubs in denen sich Gruppen verschiedener Klassen trafen und in denen jeder, unabhängig von Alter, Klasse oder Geschlecht, willkommen war. In vielen Cafés wird davon erzählt wie Intellektuelle, Künstler, Politiker und Journalisten immer wieder die Cafés besuchten.

Die Wiener Kaffeekultur wurde danke einiger Persönlichkeiten wie Sigmund Freud oder Gustav Klimt bekannt. Ihre ständigen Besuche verhalfen einigen Cafés zu ihrer Bekanntheit. Berühmte Schriftsteller schrieben ganze Romane in ihren ausgewählten Cafés. Johann Strauss, Mozart und Beethoven führten sogar einige ihrer Stücke in den Cafés auf. Der Besuch des Cafés war ein besonderes Ereignis. Die Tische waren aus Marmor, die Sessel waren mit Samt überzogen und all das wurde von eleganten Kronleuchtern erleuchtet.

Heute hat sich das ein wenig verändert. Die Innenräume sind oft altmodisch während die Kellner noch immer makellos mit Krawatte ihren Gästen dienen. Schnelligkeit und Effizienz stehen heute im Mittelpunkt. Der Kaffee wird auf besondere Art und Weise serviert. Bestellen Sie einen Kaffee wird dieser meist auf einem Silbertablett mit einem Löffel, Zucker und einem Glas Wasser serviert. Manchmal bekommt man sogar ein Stück Schokolade zum Kaffee. Es gibt dutzende lokale Kaffeesorten die den Cappuccino und den Espresso bei weitem übertreffen.

Die Wiener Cafés überlebten zwei Weltkriege und sind das Herz und die Seele der Stadt. Und das wird sich wahrscheinlich nie ändern.

Probieren Sie einen Wiener Kaffee und schreiben Sie uns wie Ihnen der traditionelle Geist in den Wiener Cafés gefällt.


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