Wiener Bars und Cafés

Wiener Bars und Cafés

Wiener Cafés sind typische Institutionen in Wien, die eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Wiener Kultur gespielt haben. Seit Oktober 2011 sind diese Cafés in Wien unter dem Schutz der UNESCO, als immaterielle Kulturerbe. Wiener Cafés und Bars sind als Orte beschrieben, wo Zeit und Raum konzumiert werden, aber nur Kaffee berechnet wird.

Cafékultur

Die Praxis der Menschen, Rituale, Eleganz… all dies schafft eine ganz spezifische Atmosphäre in Wiener Cafés. Cafés in Wien haben eine breite Palette von Kaffees, internationale Zeitungen, und eine Vielzahl von Konditoreien. Was kann man sicherlich in Wiener Cafés sehen sind Tische mit einer Marmorplatte, Stühle und Tische für das Lesen von Zeitungen, sowie alle das Innere, im historischen Stil eingerichtet. Verschiedene Gelehrte waren in diesen Cafés, und sie auch kommentiert. Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig hat Wiener Cafés als Institutionen der besonderer Art beschrieben, als eine Art demokratischer Club das für jeden offen ist, der für eine Tasse Kaffee zahlen will, wo jeder Gast stundenlang mit seiner Tasse Kaffee sitzen, reden, schreiben oder Karten spielen kann, und vor allem, eine unbegrenzte Anzahl von Zeitungen und Zeitschriften zu lesen, die in einen Café zur Verfügung gestellt sind. Er sprach eigentlich über die Atmosphäre in den Café, das reich an verschiedenen Lebensmitteln, sowie Informationen, die von dieser Lokale erhalten werden können.

In vielen traditionellen Cafés (Café Central und Café Prückel) spielte klassische Musik, meistens in den Abendstunden oder während einiger Sonderveranstaltungen wie der literarische Abend. In den Sommermonaten können die Gäste im Sommergarten sitzen. Fast jeder der Cafés hat die Praxis eine Vielzahl von kleinen Speisen anzubieten, wie einige salzige Knabbereien, wie Würstchen, und verschiedene Desserts wie Kuchen oder Torten.

Was vielleicht in anderen Bars und Cafés nicht üblich wie im Wiener Cafés ist, ist dass Kunden aleine kommen und Stunden lang mit Lesen der verschiedenen Zeitungen, die hier gefunden werden können, verbringen. Mit Kaffee, wird euch sicher der Kellner mit einen Glas kaltes Wasser bedienen, und im Fall dass Sie sich länger aufhalten, wird er Ihnen ständing den Glas mit Wasser füllen, mit dem Ziel, dass der Gast fühlt als ob er all die nötige Aufmerksamkeit in einem Wiener Café bekommt.

Im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert, waren einige der großen und berühmten Schriftstellern erstaunt von die Atmosphäre, die in Wiener Cafés herrschte und oft könnten Leuten diese Autoren einen Getränk genießen sehen, aber auch sie schreiben sehen. Einige dieser Schriftsteller waren Arthur Schnitzler, Alfred Polgar, Friedrich Torberg und Egon Erwin Kisch. Der berühmte Schriftsteller und Dichter Peter Altenberg hat sogar ein Café angegeben als Ort, wo seine Post ankommen soll (Cafe Central).

Geschichte

Der Legende nach hat die Polnisch-Habsburg Armee bei der Befreiung Wiens von den Türken im 1683 eine Vielzahl von Säcken mit Pflanzenkörnern gefunden, die sie dachten sei das Futter für die Kamele und wollten sie verbrennen. Der polnischen König hat einer dieser Säcke zu seinem Offizier Jerzy Franciszek Kulczycki gegeben, der Gründer der ersten Cafés in diesen Gebieten geworden ist.

Später, der Legende nach, hat der selbe Mann zusätzlich noch Milch und Zucker im Kaffee getan und somit die Tradition der Wiener Kaffee ins Leben gerufen. Diese historische Details kann man heute noch in vielen Wiener Cafés beobachtet werden, wie das Bild von Kulczycki auf das Fenster von einigen von ihnen.

Nach einer anderen Legende, hat Kulczycki zwei Jahre in Gefangenschaft in der Türkei verbracht wo er Zeit hatte, zu lernen was echter Kaffee ist und den Körnern zu bekommen die als nutzlos betrachtet waren.

Nach neueren Forschungen wurde das erste Kaffeehaus in Wien von einen armenischen Geschäftsmann Johannes Diodato 1685 geöffnet, und fünfzehn Jahre später hatten vier Griechen das Privileg, Kaffee in Wien anzubieten.

Dieses neue Getränk wurde sehr gut von den Bewohnern von Wien angenommen und die Popularität von Cafés begann sehr schnell zu wachsen. Anfangs hatten verschiedene Arten von Kaffee keinen Namen, sodass die Gäste das Getränk durch die Kombination von Zutaten aus dem Menü wählten.

Zum Popularität dieser Cafés im neunzehnten Jahrhundert haben Schriftsteller wie Peter Altenberg, Alfred Polgar, Karl Kraus, Hermann Broch und Friedrich Torberg beigetragen, die diese Orte für ihre Arbeit, und genießen vorgezogen haben. Dann, viele berühmte Künstler, Wissenschaftler und Politiker, wie Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Egon Schiele, Gustav Klimt, Adolf Loos, Theodor Herzl, Alfred Adler i Leon Trotsky, haben auch hier Zeit verbracht.
Viele Cafes in Prag, Budapest, Krakau und anderen Städten wurden nach dem Vorbild der Cafes in Wien gemacht.

Die fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts war eine Zeit, in der Cafés langsam ausstarben, sodass viele Wiener Cafés geschlossen warden mussten. Dies war eine Zeit der wachsender Popularität von Fernsehen und den modernen Espresso-Bars. Unabhängig davon, viele der Wiener Cafés überlebten und es gibt sie immer noch. Das Interesse der Touristen für diese Cafés hat ihre Popularität wieder hererstellt.

Gegenwart

Heute gibt es viele Cafés in Wien, die die Hauptattraktion für viele Touristen sind und wo sie qualitätvolle Zeit verbringen können, während sie in der Stadt bleiben. Einige dieser bekannte Cafés in Wien sind Kaffee Alt Wien, Café Braunerhof, Café Central, Café Griensteidl, Café Demel und andere.