Das jüdische Erbe Wiens

Das jüdische Erbe Wiens

Das jüdische Erbe Wiens

Wenn Sie sich für die jüdische Geschichte Österreichs interessieren dann ist Wien ein guter Ort um einen genaueren Blick auf die Dinge zu werfen, die über Jahrhunderte Teil der jüdischen Siedlung, die sich noch immer in der Hauptstadt befindet, waren. Trotz der fast kompletten
Auslöschung jüdischen Lebens in Österreich durch die Diskriminierung schließlich den Holocaust, beleben etwa 20.000 Juden, die vor allem aus den osteuropäischen Ländern stammen, das jüdische Erbe der Stadt.

Die jüdische Gemeinschaft ist vor allem auf das Gebiet um die Leopoldstadt, dem zweiten Wiener Bezirk, der jüdische Tradition hat, konzentriert. Für Touristen ist jedoch das Jüdische Museum in der Dorotheergasse im ersten Bezirk ein interessantes Ziel. Sie können hier ein Kombi-Ticket kaufen, das den Einlass in beide Museen ermöglicht. Außerdem können Sie damit das wohl meist bewachte Gebäude Wiens, die Hauptsynagoge oder auch Stadttempel genannt, besichtigen.

Das Jüdisches Museum im Palais Eskeles wurde 1896 gegründet und ist das weltweit älteste Museum dieser Art. Es wurde allerdings von den Nazis im 1928 geschlossen. Erst im Jahr 1989 wurde es erneut eröffnet. Die verschiedenen Ausstellungen sind auf vier Etagen verteilt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Flur, in dem mit Hilfe von Bildschirmen die jüdische Kultur beschrieben wird.

Die Wände sind mit Zitaten aus der jüdischen Literatur geschmückt und Broschüren helfen den Besuchern sich über die religiösen Zwecke der verschiedenen Objekte zu informieren. Es wird einem schnell klar, dass die Kuratoren kein Holocaust-Museum erbauen wollten, sondern dass sie vielmehr die Vergangenheit und die Gegenwart des jüdischen Lebens in Wien aufzeigen wollten.

Im Herzen von Wien befindet sich einer der schönsten Plätze in Wien, der jüdische Markt, auf dem Sie zwei Denkmäler besichtigen können. Eines der Denkmäler ist Gottfried Ephraim Lessing, Humanist und deutscher Schriftsteller der Aufklärung, gewidmet. Das andere ist das neue wiener Shoah Denkmal, das als Mahnmal für die jüdischen Opfer des Holocaust dient.

Ein Block aus Leichtbetonsteinen in der Form eines Buches bildet das Tor die Plattform für all dies. Er ist umgeben von den Namen der Konzentrationslager in denen zwischen 60.000 und 180.000 österreichischen Juden getötet wurden. Es wurde von der britischen Künstlerin Rachel Witheread entworfen und im Jahr 2000 eröffnet. Die Geschichte der Verfolgung auf diesem Marktplatz geht bis ins Mittelalter zurück. Wenn Sie vor dem Denkmal stehen und nach rechts schauen finden Sie eine Gedenktafel aus dem 15. Jahrhundert mit einem Plakat, dass Ihnen alle Details erklärt.

Die Inschrift erinnert an die große Verfolgung im Jahr 1421. Die Juden wurden damals aus Wien vertrieben, totgeschlagen oder vom Oberrabbiner getötet um eine Zwangstaufe zu vermeiden. Warum genau dieser Platz für die Verfolgung gewählt wurde finden Sie im Inneren des Museums auf dem Judenplatz heraus. An diesem Ort befand sich das mittelalterliche jüdische Ghetto, wo jüdische Kaufleute eine Gemeinschaft mit einer Synagoge, einer Schule und anderen Grundbedürfnissen errichteten. Das Museum ist recht prägnant und seine modernen Zimmer und Korridoren tragen nicht sehr dazu bei Besuchern das jüdische Leben in Wien näher zu bringen.

Der Stadttempel – die Hauptsynagoge in Wien

Das letzte Ziel um das jüdische Erbe Wiens zu erkunden ist der Stadttempel in Mitten des “Bermuda Dreiecks”, Wiens bekanntestem Vergnügungsviertel. Die Synagoge wurde im Jahr 1926 gebaut, was sie zu der ältesten in Wien macht.

Kaiser Joseph II wollte die Juden Teil einer produktiven Gesellschaft machen und sie nicht als Outlaws am Rande der Gesellschaft betrachten. Nach den Gesetzen die Kaiser Joseph II einführte mussten Synagogen mit Blick zur Straße errichtet werden. Seine Toleranz als
Herrscher hielt sich in Grenzen. Als Ergebnis sieht der Stadttempel von Außen betrachten nicht sehr modern aus, seine wahre Größe erschließt sich jedoch denjenigen die sich an den Wachen vorbei ins Innere des Tempels begeben.

Diese Synagoge wurde von dem berühmten Architekten Josef Biedermeier Kornhäusl entworfen ist die einzige Synagoge die mit einigen Beschädigungen die Reichskristallnacht im Jahr 1983 überlebte.

Wenn Sie sich für die jüdische Lebensweise interessieren, dann bietet Ihnen Wien mit seinem reichen jüdischen Erbe eine echte Chance die historischen Merkmale der Hauptstadt zu erkunden.


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