Das Schloss und die Gärten von Liechtenstein

Lichtenstein Palace, Vienna, Austria

Das Schloss und die Gärten von Liechtenstein

Falls Sie sich fragen, ob dies etwas mit dem kleinen Staat zwischen Österreich und der Schweiz zu tun hat, dann haben Sie Recht. Zu einem gewissen Grad gibt es einen Zusammenhang.

Eines der am Besten verborgen Wiener Sehenswürdigkeiten ist das Schloss Liechtenstein mit seinen Gärten – eine echte barocke Perle. Es ist im Besitz der gleichnamigen Familie, einer der wenigen Adelsfamilien, die bis heute ihren Besitz in Wien aus der Zeit der Monarchie beibehalten hat.

Einer der zwei großen Schlösser der Familie, der sog. Stadtpalais Liechtenstein, liegt im Stadtzentrum hinter dem Burgtheater. Etwa 1,5 km entfernt befindet sich das Schloss Liechtenstein mit seinen Gärten. Das Stadtpalais wurde von der Adelsfamilie in der Vergangenheit an den kalten Tagen im Jahr verwendet. Während der Sommerzeit wohnte die Familie in dem von viel Grünfläche umgebenen Schloss im Gemeindebezirk Alsergrund. Heute werden beide Anwesen für besondere Anlässe oder als Ausstellungsräume verwendet.

Das Anwesen in Alsergrund wurde zur Wende des 17. Zum 18. Jahrhundert im Barockstil erbaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auf der Nordseite des Komplexes, gegenüber dem alten Schloss ein weiteres, neues, hinzugefügt. Zwischen und um sie herum liegt ein schöner Park mit einem kleinen See und zahlreichen klassizistischen Skulpturen.

Die Familie Liechtenstein ist als Inhaber einer reichen Sammlung von Kunstwerken bekannt. In dem „alten“ Schloss ist eine der schönsten Privatsammlungen der Welt, mit Werken von Meistern wie Rubens und Van Dyck, zu finden.

Leider besteht seit 2011 die Regelung, dass die Besichtung dieser Sammlung im Voraus angekündigt werden muss. Es gibt Vereinbarungen für Privatpersonen, für die es allerdings notwendig ist mindestens zehn Tage im Voraus eine Anfrage zu senden. Eine weitere Möglichkeit sind Besichtigungen für die Öffentlichkeit, die zweimal im Monat organisiert werden. Aber auch für diese Variante ist es eine Anmeldung mindestens zehn Tage im Voraus über die Webseite www.palaisliechtenstein.com erforderlich.

Das Liechtenstein Museum
Das Museum beinhaltet die Kunstsammlungen seiner Besitzer, der Fürstenfamilie Liechtenstein, den Herrschern des Fürstentums Liechtenstein. Die Sammlung beinhaltet bedeutende europäische Kunstwerke, welche sie zu einer der weltweit führenden Kunstsammlungen macht.

Einige Gegenstände aus den Sammlungen wurden auf Ausstellungen in Museen in andere Länder geschickt, vor allem in die USA. In speziellen Ausstellungen wird regelmäßig auf das Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz hingedeutet, das eigentlich eine Galerie der modernen Kunst ist, und von der herrschenden Familie an das Land Liechtenstein verschenkt wurde.

Liechtenstein “Garden Palace”

Liechtenstein “Garden Palace” wurde von Prinz Johann Adam Andreas von Liechtenstein errichtet. Er beauftragte Egidia Domenica Rossi für die Projektplanung und den Bau.

Johann war gegen ein Büro im Palast, akzeptierte als Finanzexperte allerdings oft die Arbeit an besonderen Einzelfällen. Er ist inoffiziell als Hans Adam der Reiche bekannt. Neben der Verwaltung seines Vermögens, zeigte er großes Interesse an der Kunst. Er kaufte Werke von Rubens und van Dick für seine Sammlung und war einer der großzügigsten Mäzen seiner Zeit.

Johann errichtete zwei Denkmäler zu seiner Ehre: der Palast in der Bankgasse in Wien und der Sommerpalast in Rossau. Er war der 575ste Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies in Österreich. Mit seiner Persönlichkeit hinterließ er einen starken Eindruck in der Geschichte Liechtensteins und Wiens. Seine Kollektion, die liebevoll von ihm gesammelt wurde, liefert einen wichtigen Beitrag nicht nur in der lokalen, sondern auch in der globalen Kunstszene.