Der älteste Zoo auf der Welt

Schonbrunner_Vienna_Zoo_2012_05

Der älteste Zoo auf der Welt

Der erste Zoo wurde in Österreich im 15. Jahrhundert gegründet, sowie der älteste Zoo, der existiert, wurde in Schönbrunn gegründet. In der Barockumgebung des bekannten wienerischen Schlosses Schönbrunn erstreckt sich auf der Fläche von 17 Hektaren eines der ältesten und populärsten Zoogärten auf der Welt – der Tiergarten Schönbrunn.

Es handelt sich um eines der besten Tiergärten, mit mehr als 500 verschiedenen Tierarten. Außer in externen Lebensräumen wohnen die Tiere auch in Überdachungen, wie Tropenhaus.

Geschichte

Im Jahr 1759 hat seine Hoheit Franz Stephan eine Tierschau innerhalb des Schlosses Schönbrunn gebaut, um seine Tiere zu besorgen. Dieser Pavillon enthielt 13 Käfige und war mit den Darstellungen von Ovids Metamorphosen bemalt.
Damals waren die Tiersammlungen keine seltene Erscheinung. Viele Herrscher durch Europa unterstützten finanziell Forschungsmissionen, die mit den Tieren zurückgekommen sind.
Die Sache, die diesen Zoo von anderen damals unterscheidet, ist die Tatsache, dass der Tiergarten den Tod seines Sponsors überlebt hat. Wie der Historiker Gerhard Heindl betont, wurde die Mehrheit solcher tierischen Lebensräume geschlossen, nachdem der Herrscher gestorben war, der diese Lebensräume eröffnet hatte.
Allerdings haben nach dem Tod von Franz Stephan seine Frau und sein Sohn und Nachfolger Josef II. diesen Zoo nicht geschlossen, sondern sie haben neue Tierarten in den Park mitgebracht. Josef II. gab auch Raubtiere zu, welche sein Vater wegen des unangenehmen Geruchs, welcher sich aus den Käfigen verbreitete, vermied. Der neue Herrscher hieß auch alle Willkommen, welche die exotischen Arten bewundern wollten. Er stellte sogar eine Aufschrift, die man immer noch sehen kann und welche vermittelt, dass das ein Ort der Rekreation ist, welcher den Menschen in diesem Gebiet der Gründer des Gartens verließ.
Allerdings hielt der Tiergarten Schönbrunn die Ereignisse im Laufe des I. und II. Weltkriegs nicht stand. Im I. Weltkrieg waren viele Tiere in militärischen Sachen „involviert“ und haben deswegen viel gelitten. Laut Heindl hinterließ der Nahrungsmangel für diese Tiere, besonders für Raubtiere große Folgen – Wachleute waren zu radikalen Entscheidungen gezwungen, wie z.B. dass kleinere und schwächere Tiere Nahrung für ihre größeren und stärkeren „Nachbarn“ wurden.
Im Laufe des II. Weltkriegs erlitt dieser Zoo große Schäden wegen der alliierten Bombenangriffen, als viele Tiere verdarben, unter denen Elefant und Nilpferd. Bis zum Ende des Jahres 1945 blieben nur 300 Tiere im Zoo in Schönbrunn. Als die Sowjetarmee Land betraten, begingen Antonius und seine Frau Selbstmord.

Der moderne Tiergarten

Heute ist dieser Zoo modern. Wissenschaftler und Konservatoren bemühen sich, den Zoo zu modernisieren, aber auch seine reiche Geschichte zu bewahren. Der Tiergarten Schönbrunn entwickelt sich länger als 250 Jahre. Deswegen ist es kein Wunder, dass es einige interessante Geschichten über ihn gibt, z.B. dass im Schönbrunner Zoo der erste Elefant in Europa geboren wurde (1906), und aus diesem Tiergarten stammt auch der erste Elefant, der durch künstliche Befruchtung gezeugt wurde.
Die erste Giraffe, die in Wien erschien (1828), wohnte genau im Tiergarten Schönbrunn. Wiener haben sich schnell in den neuen Mitbewohner dieser Vergnügungsstätte verliebt, der die heimische Leute inspiriert hatte, neue Frisuren und Gebäcke zu machen. Diese Neuigkeiten wurden Giraffeln genannt. Jedoch starb diese unglückliche Giraffe nur ein Jahr nach der Ankunft.
Schönbrunn kann sich mit vielen Sachen loben – mit abwechslungsreichen Tierarten, mit der Gegend, die sowohl für Tiere als auch für Menschen geeignet ist, mit mehrfachen Preisen für den besten Tiergarten in Europa, und auch mit dem Titel des Spitzenreiters auf der Welt, wenn es um die Anzahl der geborenen Jünglinge geht, besonders für die Arten, die sich sehr selten in Gefangenschaft paaren, wie z.B. Pandabären.
Wegen seiner historischen Entwicklung und seiner Fläche sind viele Teile im Garten verbunden, aber ein „Highlight“ stellt das Tropenhaus, Franz Josef Land für Polarbären und Orangerie für Orang-Utans vor. Der Tiergarten hat 15 große Einheiten für Tiere und momentan mehr als 700 Tierarten.
180 Leute arbeiten Vollzeit, um das ganze Komplex aufrechtzuerhalten. Im Sommer werden auch zusätzlich andere Saisonarbeiter an den Kassen, an Überwachung und an andere Arbeiten engagiert.
Der Tiergarten Schönbrunn nimmt an mehreren Programmen für Artenschutz teil.
Es ist sicher eine anspruchsvolle Arbeit, nach 263 Jahren der Existenz die Popularität zu halten, aber in Schönbrunn haben sie die Erfolgsformel. Besucher sollte man begeistern und auf deren Zurückkommen arbeiten. Das kann man machen, indem man den Raum den Bedürfnissen sowohl von den Menschen als auch von den Tieren anordnet und anpasst, sodass sich alle wohl fühlen können. Der Zoogarten muss im bestem Zustand sein. Er ist kein Museum, wie das Schloss Schönbrunn in der Nähe. Hier wird alles schnell alt und man muss Herausforderungen der Zeit beantworten.
Der Schlüssel liegt darin, Gleichgewicht zu halten, denn ideale Umgebung für Tiere ist nicht immer die ideale Umgebung für Besucher.

Das Programm

Ein von drei Eingängen in den Wiener Tiergarten (der ist am nächsten des Palastes) befindet sich im südwestlichen Teil des Gartens Schönbrunn. Neben gewöhnlichen Tieren, die man in europäischen Zoos sehen kann, kann man im Wiener Zoo einige attraktive Tiere sehen, welche man selten in Tiergärten auf der Welt sehen kann.
Im Unterbereich des Komplexes, in der Nähe vom Terrariumsgebäude (Reptile und Amphibien) und Pavillon für Nachttiere (weswegen das ganze Interieur in der Dunkelheit ist – nur die Tiere „leuchten“) befindet sich das große Gebäude, in welchem hinter dem Glas man zwei Pandabären sehen kann: Yang Yang und Long Hui. Nicht weit entfernt von dem Panda-Haus liegt ein bisschen kleineres Haus, wo zwei australische Koalas leben.
Im Mittenbereich des Tiergartens besichtigen Sie unbedingt den Amazonaswald, das große Glashaus auf einer Seite des Hügels, das auf ein paar Niveaus ist und in welchem die Temperatur ständig 28 Grad ist. Gehend durch den richtigen Amazonaswald mit den tropischen Pflanzen, unter Papageien, Schildkröten und anderen Tieren, werden Sie sich bergauf und bergab auf den hölzernen Hängebrücken bewegen, indem Sie sich an Schnüren halten werden. Wenn die Außentemperatur niedriger als 20 Grad ist, vergessen Sie auf den Fotoapparat – wegen des großen Niveaus der Feuchtigkeit und der ständigen tropischen Temperatur, wird das Objektiv sehr schnell mit der Dunst gedeckt. Am Ende des riesigen Glashaus liegt ein Glasaufzug, der vom Unten- zum Obenniveau führt und umgekehrt.
Eines der interessantesten Häuser im Zoo ist auch das Polarium. Der ganze Kreisraum (wie ein Iglu) ist so eingerichtet, dass er für zwei Arten der sympathischen Pinguine Heimat ist. Während sie im Obenbereich hinter dem Glas auf die Eisblöcke watscheln, sieht man unter denen im Durchschnitt das große Schwimmbad mit dem Wasser, in welchem sie geschickt schwimmen. Außer dem Polarium gibt es im Wiener Tiergarten das Wüstenhaus und das Aquarium.
Den kleinen Besuchern des Tiergartens stehen Schaukeln, Wippen und Steigeeisen zur Verfügung, wie z.B. dieser mit der Wand, auf welcher schwarze Reptile bemalt sind und auf welcher orange Klemmen für „freies“ Klettern hängen. Durch den Garten fährt auch der Kinderzug (Panoramatrain), dessen Tour fast alle restlichen Teile des Gartens Schönbrunn umfasst.
In den vergangenen 20 Jahren wurde diese Einrichtung modernisiert und den wissenschaftlichen Forschungen angepasst, und viele betrachten sie als die beste auf dem alten Kontinent.

Tiergarten-Schonbrunn-5