Der Opernball – Ball aller Bälle

Der Opernball – Ball aller Bälle

Der Opernball – Ball aller Bälle

Wenn das Wort „Ball“ erwähnt wird, denken wir meist oft an das märchenhafte Bild eine Prinzessin, die sehnsüchtig auf den Moment wartet, wenn sie die Chance bekommt mit ihrem Prinzen in all der Pracht und dem Luxus zu tanzen. Der Tanz der gleichzeitig ihr Weg in die Erfüllung ihrer Kindheitsträume ist, der Weg in das verheißene Glück…

Und wir alle schreiben diese Bälle der Vergangenheit zu. Allerdings gibt es in Wien ein Ereignis, dass den Geist der Vergangenheit wieder aufleben lässt um ihn vor der Vergessenheit zu schützen.

Die Tradition dieses Balles geht bis auf das Jahr 1814 zurück, die Zeit des Wiener Kongresses, wo die Herrscher Europas gekrönt wurden und die Aristokratie nach den Napoleonischen Kriege auf der Suche nach Vergnügen war. Der erste Ball wurde 1877 im Opernhaus als Soiree abgehalten. Der nächste Ball war ein Maskenball, an dem die Damen ihre Masken bis Mitternacht nicht abnahmen. Ab 1878 bis 1899 wurde solche Bälle zwei- bis dreimal im Jahr organisiert.

Der erste Maskenball nach dem Ersten Weltkrieg fand im Jahr 1921 statt. Die Einnahmen der Bälle gingen in die Pensionskasse zweier Theater.

Der erste Ball mit dem Namen „Opernball“ fand das erste Mal 1935 unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers statt. Die Organisation der Bälle wurde während dem Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Nach dem Krieg lebten sie wieder auf und werden seither jedes Jahr organisiert, mit der Ausnahme ihm Jahr 1991, als der Ball wegen des persischen Golfkriegs abgesagt wurde.

Der einzige Ball der offiziell mit dem Wiener Opernball verbunden ist, ist der Opernball in Dubai. In New York und Budapest finden ähnliche Bälle statt, sie sind aber in keiner Weise mit dem Wiener Opernball verbunden.

Organisation

Jedes Jahr verwandelt sich das Audimax der Wiener Oper fast über Nacht in einen riesigen Ballsaal. Am Abend des Ereignisses werden die Sitze entfernt, was eine komplett neue Szene erschafft. Als Dresscode gilt Abendrobe: festliche Anzüge für Männer und lange Kleider für Frauen.

Der Ball startet nicht vor 22 Uhr, wenn der Bundespräsident und seine Gäste den Kaiserbalkon betreten. Ihre Ankunft wird von Musik begleitet. Die österreichische Nationalhymne wird, gefolgt von der europäischen Hymne, aufgeführt. Es werden außerdem Aufführungen von Ballett-Gruppen organisiert, die von Wiener Opernstars gesungenen klassischen Arien begleitet werden. Der Höhepunkt der Eröffnungszeremonie ist die Vorstellung der 180 Debütantenpaare. Der letzte Tanz der Debütanten ist immer der Wiener Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johannes Strauss. Nach diesem Tanz ist das Podium für alle Besucher eröffnet.

Der Ball dauert bis 6 Uhr morgens. Das Opernhaus bietet Besuchern die Möglichkeit auch andere Räume mit anderer Musik zu besuchen. Viele Tänze, die vom Chefmoderator geleitet werden, wechseln alle zwei Stunden.

Das sind die Bilder, die jedes Jahr auf der ganzen Welt ausgestrahlt werden. Die Eröffnungsfeier ist ein strahlendes Fest mit Künstlern aus der ganzen Welt; Der legendäre Aufmarsch der Debütanten; internationale Gäste aus der Welt der Kultur, Wirtschaft, Politik, Sport und Wissenschaft. Einerseits verbindet der Wiener Opernball die Wiener Lebensart mit internationalen Attraktionen, und andererseits die moderne Szene mit traditionellen Veranstaltungen.

Während den letzten zwei Jahren entwickelte sich die Veranstaltung immer mehr zu einem Ball für Künstler: Das Orchester der Wiener Staatsoper tritt unter der Leitung herausragender Dirigenten auf. Darüber hinaus ist der Opernball wieder zu einem sehr beliebten Ereignis geworden, auf dem sich kulturelle Ikonen aus der ganzen Welt zusammen finden um gemeinsam zu feiern.

Der nächste Opernball findet am 23. Februar 2017 statt.