Gardekirche und Minoritenkirche

Gardekirche und Minoritenkirche

Gardekirche und Minoritenkirche

Kommt man aus der Richtung des Wiener Stadtzentrum findet man nebem dem Schwarzenbergplatz in Richtung Belverde einen Teil der Stadt zu sehen, der an einen “Polnischen Bezirk” erinnert. Das spirituelle Zentrum dieser Gemeinschaft ist die Gardekirche, eine kleine, barocke Kirche direkt am Rennweg. Wegen ihrer Bronzestatue von Papst Johannes Paul II ist sie leicht als polnische Kirche zu erkennen.

Die Gardekirche ist nicht nur eine schöne Barockkirche sonder befindet sich außerdem in vollkommen barocker Umgebung: dem Schloss Belvedere, dem Schwarzenberg Palais…der Don-Bosco-Kirche, die mit ihrer großen Kuppel ein impressives Barockelement besitzt. Allerdings begann die Geschichte dieser Kirche in einer ganz anderen Lage.

Im 16. Jahrhundert befand sich auf dem Ballhausplatz in der Nähe der Minoritenkirche ein Krankenhaus. 1754 wurde dieses Krankenhaus in den Rennweg in der Nähe von Schloss Belvedere verlegt. Zusammen mit dem Krankenhaus gab es eine Kirche, die zwischen 1755 und 1763 an einem neuen Standort aufgebaut wurde. Das Projekt wurde von der Kaiserin Maria Theresia finanziert. Die Kirche trug damals den Namen “Kaiserkapitalkirche zum Gekreuzigten Heiland”.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Landeskirchen zum Besitz einiger Nationen des Habsburgerreiches. Die Minoritenkirche in der Nähe der ursprünglichen Lage des Krankenhaus ist auch weiterhin die heimat der italienischen Gemeinde in Wien, und das schon seit der Herrschaft von Joseph II. Die Gardekirche wurde 1867 den Polen gegeben. Auf der Vorderseite der Fassade der Kirche befinden sich zwei Platten, Eine stellt die Widmung an die polnische Gemeinde dar und die andere drückt den den Dank an Kaiser Franz Joseph aus.

Das Innere der Kirche ist im Rokokostil gestaltet und ist ein typisches Beispiel für den Stil der Kaiserin Maria Theresia. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche leicht beschädigt. Das Dach und die Fenster litten unter den Explosion der Bombe ,die in der Nähe einschlug.

Die Minoritenkirche

Minoriti sind Franziskanermönche, die von Herzog Leopold VI 1224 nach Wien eingeladen wurden. Leopold war ein Mitglied der Babenberger Dynastie. Als die Dynastie zu Ende ging, luden die Wiener Händler und Mittelklasse König Ottokars aus der Tschechischen Republik ein um für Recht und Ordnung zu sorgen.

Während dieser Zeit hat der König den Grundstein für eine neue Kirche gelegt, die zu einer der ersten gotischen Kirchen in Ost – Österreich wurde. Die Wiener waren Ottokar gut zugeneigt. In einem Kampf mit seinem Rivalen Rudolf starb Ottokar jedoch und eine der markantesten Dynastien der Welt übernahm Österreich. Ottokars Körper wurde 30 Wochen später in der Minoritenkirche vorgeführt.

Früher hielten die Habsburger an der Minoritenkirche fest und waren unter starken Einfluss französischer Architektur. Dies geschah während der 13. und 14. Jahrhundert und führte zu einer recht bemerkenswerten Kirche mit einem besonderen Französisch Touch. Es wurde ein Turm hinzugefügt, was für die Mönche der Minoriter eher ungewöhnlich ist. Er deutet allerdings auf die wichtige Rolle der Kirche im religiösen Leben des frühen Habsburger Hofes hin. Der Turm ist gekennzeichnet durch eine achteckige Form. Seine Spitze passt nicht vollkommen auf den Turm im Vergleich zu der Spitze die er ursprünglich besaß. Auf die Originalspitze wurder werden der Türkenbelagerung 1529 geschossen.

Kaiser Josef II übergab die Kirche der lokalen italienische Gemeinschaft und sie ist nach wie vor in ihrem Besitz. Sie können die italienische Flagge und Blumendekorationen an der Kirche sehen. Die Kirche wurde Santa Maria Maggiore gewidmet. Das barocke Interieur wurde entfernt, was dazu führte, dass die Kirche ihren ursprünglichen gotischen Geist wiederbekam.
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Die Geschichte lebt und atmet weiterhin in den Mauern dieser Kirchen. Wien hat eine reiche Geschichte und jede neue Erfahrung ist ein andauernder Reichtum.