Maria – Theresien – Platz

Maria – Theresien – Platz

Maria – Theresien – Platz

Wie weit sind sie mit ihrer Besichtigungstour durch Wien gekommen? Wenn Sie denken, dass sie am Ende angelangt sind liegen Sie leider falsch. Allein im Zentrum Wiens gibt es viele Orte die es Wert sind sie zu besuchen und auf einem Foto zu verewigen. Einer dieser Orte ist der Maria – Theresien – Platz. Er befindet sich zwischen der Neun Burg und dem Museumsviertel. Dieser Platz ist im Rahmen des Kaiserforums entstanden. Das Kaiserforum wurde in einem der vorhergehenden Texte erwähnt. Es repräsentiert ein Projekt aus den 60er Jahren des neunzehnten Jahrhunderts.

Der Platz ist für das große Denkmal zu Ehren von Maria Theresia in der Mitte des Platzes und für die umliegenden Gärten bekannt. Das Denkmal wurde im Jahr 1888 enthüllt und stellt die Kaiserin hoch erhoben über ihren Untertanen dar.

Die Habsburger Kaiserin

Maria Theresia war die einzige Kaiserin der Habsburger Dynastie. Sie begann ihre Herrschaft nach dem Tod ihres Vaters, Kaiser Karl VI. Da bis zu diesem Zeitpunkt eine solche Nachfolge nur Männern möglich war, fertigte Kaiser Karl ein spezielles Dokument an um seiner Tochter die Nachfolge zu gewährleisten.

Als Kaiserin, hat Maria Theresia in Zusammenarbeit mit ihren Ministern verschiedene und zahlreiche Reformen umgesetzt. Einer der wichtigsten Reformen war die Bildungs- und Finanzreform, die Reform zur Unterstützung des Handels und der Landwirtschaft, die zur Stärkung Österreich als Monarchie enorm beigetragen haben.

Die Frage der Eheschließung war für Maria Theresia sehr wichtig, da mit der Eheschließung auch die Entscheidung fiel, welche Dynastie der der Habsburger folgen wird. Im Jahr 1736 heiratete Maria Herzog Franz Stephan von Lothringen. Im Gegensatz zu ihren Zeitgenossen war Maria wirklich verliebt in ihren Ehemann, und das obwohl er sie betrogen hat.

Nach dem Tod ihres Mannes, fiel Maria Theresia in Depression. Sie zog sich komplett zurück aus ihrem Leben am Hof, öffentlichen Veranstaltungen und Theateraufführungen. Ihr Sohn Joseph wurde als Erbe seines Vaters erklärt. Seit dem führten Mutter und Sohn eine andauernde ideologische Debatte. Besonders kompliziert wurde ihre Beziehung auf Grund ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten. Intellektuell war Josef seiner Mutter überlegen, ihr dominanter Charakter drang Josef jedoch zu seinem Rücktritt

Maria Theresia litt unter Atemnot, chronischer Müdigkeit, Husten, Schlaflosigkeit und Necrophobia. 1780 stirbt Maria Theresia, umgeben von ihren Kindern. Mit Maria Theresia fand auch die große Habsburger Dynastie, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte Wiens trägt, ihr Ende. Die Herrscherin hinterließ ein erneuertes Königreich, das selbst nach ihrem Tod ganz Europa beeinflusste. Ihre Nachfolger versuchten ohne Erfolg ihrem Beispiel der Herrschaft der Monarchie zu folgen. Das führte schließlich zum Zusammenbruch des Reiches. Maria Theresia wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann im Kaisergrad begraben, dessen Bau sie noch zu ihren Lebzeiten in Auftrag gab.